Presseinfo: Im Team gegen Masern



Presseinformation - Im Team gegen Masern

Welttorhüterin Almuth Schult ist Impf-Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin

Almuth Schult, Impf-Botschafterin der DGKJ. Bild: VfL Wolfsburg/regios24.Bild: VfL Wolfsburg/regios24
Almuth Schult, Impf-Botschafterin der DGKJ. Bild: VfL Wolfsburg/regios24.

Eben noch hat sie um den Fußball-Weltmeistertitel gekämpft, jetzt setzt sich Welttorhüterin Almuth Schult aktiv für die Impfung gegen Masern ein: Als Impf-Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) unterstützt sie das Ziel der Wissenschaftler, Kinder wie Erwachsene vor dieser Erkrankung zu bewahren.

Almuth Schult weiß, wofür sie sich da engagiert, denn Anfang des Jahres erkrankte sie selbst an der vermeintlichen „Kinder-Krankheit“ Masern, mit schlimmen Folgen: „Es konnte mir keiner mit Sicherheit sagen, wie lang ich benötige, um wieder vollkommen fit zu sein.“

Die durchtrainierte Spitzensportlerin wurde vom Umfang der Erkrankung überwältigt, denn: „Für mich waren schon kurze Spaziergänge oder kleine Tätigkeiten im Haushalt sehr anstrengend – und an Sport war anfangs nicht zu denken."

Alles begann damit, dass Almuth Schult sich tagelang schlapp und müde fühlte: "Vor allem im Training war das zu spüren – da deutete vieles darauf hin, dass ich krank werde. An einem Abend kamen dann schließlich Grippe-Symptome dazu. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, ich wäre nach ein paar Tagen wieder fit. Leider wurde es aber immer schlimmer und es kam noch Ausschlag dazu, der sich jeden Tag weiter ausbreitete. Wir wussten nicht, was es sein konnte. Meine Symptomatik war nicht eindeutig und hat auch nicht auf Masern hingedeutet. Als die Diagnose bestätigt vorlag, wusste ich, was mich erwartet. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir wirklich miserabel und ich war schon am Tiefpunkt des Verlaufes."

Nach Ende der Quarantäne brauchte die Sportlerin fast vier Wochen, um die erste Einheit mit der Mannschaft auf dem Platz absolvieren zu können. "Selbst da war ich noch nicht im gleichen Zustand wie vor der Erkrankung", erinnert sich Almuth Schult. "Es hat mindestens drei Monate gedauert, bis ich mich wieder annähernd gut im Leistungssport fühlen konnte. Deshalb bin ich froh, es rechtzeitig zur WM geschafft zu haben.“

Warum sie sich einsetzt für die Masernimpfung? „Ich wünsche niemandem diese Krankheit, und wenn man sie eliminieren will, brauchen wir die Impfungen. Masern ist eine der ansteckendsten Krankheiten der Welt und man kann sich ohne Impfung nicht davor schützen, weil man anderen Menschen nicht ansieht, ob sie das Virus verteilen. - Im Fußball stellt man sich in den Dienst und den Erfolg der Mannschaft. So sollte es auch mit der Masernimpfung geschehen. Man sollte an seine Mitmenschen denken und gemeinsam versuchen diese Krankheit auszurotten. Deswegen: gemeinsam gegen Masern!“. 

„Mit Almuth Schult“, freut sich Kinder- und Jugendarzt und Generalsekretär der DGKJ Burkhard Rodeck, „haben wir eine Impf-Botschafterin gewonnen, die für viele junge Sportler*innen eine Vorbildfunktion hat. Ihr Einsatz für die Masernimpfung beeindruckt – und erinnert vielleicht auch Eltern, nicht nur an den Schutz ihrer Kinder, sondern auch an die eigene Impfung zu denken.“

Bei den nach 1970 Geborenen gibt es Impflücken, die unkompliziert geschlossen werden könnten.


Das komplette Interview mit Almuth Schult, das kurz nach der WM in Frankreich entstand, lesen Sie hier


 

Pressekontakt

Dr. Sybille Lunau Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitDeutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

Tel: 030 3087779-14

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