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Ernährung und Epigenetik

22.11.2017

Im Rahmen der European Childhood Obesity Project (CHOP)-Study konnte die Münchner Studiengruppe unter Leitung von Prof. Dr. Berthold Koletzko darstellen, wie sich die Ernährung bei Kindern epigenetisch manifestiert. Sie stellt ein markantes epigenetisches Profil vor, das die Fettmasse eines Kindes an bestimmten Genen hinterlässt.

Methylierungs-Muster an 13 markanten Stellen weisen auf eine hohe Fettmasse hin, erläutert Dr. Peter Rzehak in einer Pressemitteilung der LMU München: "Die Stellen könnten somit vielleicht eines Tages als Marker dienen, um frühzeitig Kinder zu erkennen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit übergewichtig werden könnten". Diese Methylierungs-Stellen befinden sich an oder neben Genen, die mit dem Fett- und Zuckerstoffwechsel zusammenhängen. "Unsere Befunde", erklärt der Forscher weiter, "stützen eine Theorie, wonach die spätere Körpergröße und das Gewicht schon früh epigenetisch programmiert werden." Da Methylierungs-Muster aber qua Definition variabel sind, könnten sie sich durch eine gute und ausgewogene Ernährung wieder verändern.

Der Fachartikel von Dr. Peter Rzehak u.a. erschien in Scientific Reports: 

DNA-Methylation and Body Composition in Preschool Children: Epigenome-Wide-Analysis in the European Childhood Obesity Project (CHOP)-Study. Peter Rzehak, Marcela Covic, Richard Saffery, Eva Reischl, Simone Wahl, Veit Grote, Martina Weber, Annick Xhonneux, Jean-Paul Langhendries, Natalia Ferre, Ricardo Closa-Monasterolo, Joaquin Escribano, Elvira Verduci, Enrica Riva, Piotr Socha, Dariusz Gruszfeld and Berthold Koletzko

DOI: 10.1038/s41598-017-13099-4

Download: www.nature.com/articles/s41598-017-13099-4

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