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Landarztquote NRW gilt auch für Pädiatrie

17.07.2018

Die DGKJ begrüßt die Klarstellung zum Gesetzesentwurf zur Landarztquote des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen.

Für die primärärztliche Versorgung ist die Kinder- und Jugendmedizin unerlässlich, das gilt besonders auch für den ländlichen Raum.

Im Entwurfstext zur Landarztquote in NRW wird die pädiatrische Versorgung nicht explizit genannt. Auf Anfrage des Ärzteblatts stellte das Gesundheitsministerium NRW nun klar, dass die in Zukunft angewandte Landarztquote neben der Allgemeinmedizin auch für die Kinder- und Jugendärzte sowie Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung greift. „Diese Klarstellung begrüßen wir sehr“, so PD Dr. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.  „60 – 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland werden von Kinder- und Jugendärzten versorgt. Diese Tatsache muss auch in der aktuellen Gesetzgebung auf Landes- und Bundesebene entsprechend berücksichtigt werden“, so Dr. Rodeck weiter. 

In seiner Klarstellung verwies das Ministerium auf das fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V), worin die hausärztliche Versorgung per Gesetz definiert ist. Dem Entwurf nach werden vorab bis zu 10 Prozent der Medizinstudienplätze in NRW an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach ihrem Studienabschluss und der entsprechenden fachärztlichen Weiterbildung für bis zu zehn Jahre hausärztlich tätig zu sein.

Grundsätzlich muss die Bedeutung der Pädiatrie für die primärärztliche und damit hausärztliche Versorgung von Kindern - und Jugendlichen unterstrichen werden.

Artikel „Landarztquote in Nordrhein-Westfalen soll auch für Pädiater und Internisten gelten“, www.aerzteblatt.de, 10.07.2018