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Neu: NVL Asthma

26.09.2018

Die Nationale Versorgungs-Leitlinie umfasst in der 3. Auflage auch Aktualisierungen für betroffene Kinder und Jugendliche.

NVL Asthma: Was ist neu?

Wichtige Änderungen im Vergleich zur 2. Auflage:


Asthmakontrolle
Klassifikation und Behandlung richten sich nun ausschließlich nach der Asthmakontrolle. Die Asthmakontrolle ergibt sich aus der Symptomatik und dem Risiko für eine Verschlechterung des Asthmas. Die Schweregradeinteilung hat keinen Stellenwert mehr.

Fraktion des exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO)
Bei Patienten mit häufigen Exazerbatio-nen kann die FeNO-Messung in der Ver-laufskontrolle helfen, die Therapie anzupassen. Dadurch lässt sich die Häufigkeit von Exazerbationen reduzieren. Für die Diagnostik liegen bislang noch keine hinreichend aussagekräftigen Studien zum Stellenwert von FeNO vor.

Maßnahmen vor einer Therapieintensivierung
Ist das Asthma nicht ausreichend gut kontrolliert, soll der Arzt unter anderem Schulungsbedarf, Adhärenz, Allergie- und Umweltkontrolle sowie die Diagnose überprüfen. Erst wenn entsprechende Maßnahmen durchgeführt wurden, soll die Therapie intensiviert werden.

Stufenschema bei Kindern und Jugendlichen: Sicherheit zuerst
Das Stufenschema für Kinder und Ju-gendliche umfasst jetzt 6 Therapiestufen. Leitend ist dabei der Gedanke der Sicherheit und der Vermeidung von Nebenwirkungen. In der 3. Stufe sollen nur mitteldosierte ICS gegeben werden. Erst in der 4. Stufe werden diese mit anderen Wirkstoffen kombiniert. Hochdosierte ICS kommen nun erst ab der 5. Stufe zum Einsatz.

Langwirkende Anticholinergika (LAMA)
LAMA stehen als zusätzliche Option zu ICS und ggf. LABA zur Verfügung: Bei Erwachsenen ab Stufe 3, bei Kindern und Jugendlichen ab Stufe 4.

Monoklonale Antikörper
Monoklonale Antikörper sind erst in der letzten Therapiestufe vorgesehen, um die Langzeittherapie mit oralen Corticosteroiden zu vermeiden. Zuvor sollen alle anderen medikamentösen Optionen ausgeschöpft werden.

Quelle: Flyer des Programms Nationale Versorgungsleitlnie, Sept. 2018.

Die Leitlinie, Patienteninformationen und weitere Materialien finden Sie unter www.asthma.versorgungsleitlinien.de


Die Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma wurde seitens der DGKJ durch Prof. Dr. Antje Schuster begleitet.