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Selbstverletzendes Verhalten

08.08.2018

Ein Forschungsprojekt bietet ab dem Herbst 2018 Fortbildungen zum Umgang mit Nicht-suizidalen selbstverletzenden Verhalten (NSSV).

Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) wird als repetitive, freiwillige Zerstörung des eigenen Körpergewebes, die nicht sozial akzeptiert ist, definiert. NSSV wird lt. STAR (s.u.) von etwa 35% der deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zumindest einmalig berichtet.

Seit dem Jahr 2015 liegen konsensusbasierte klinische Behandlungsleitlinien für den Umgang mit nicht-suizidalem selbstverletzendem Verhalten (NSSV) im Kindes- und Jugendalter vor. Ziel des Projektes STAR - Train ist es, leitliniengerechtes Wissen über die Behandlung von NSSV an Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die in der Primärversorgung von psychisch kranken Jugendlichen teilnehmen, weiterzugeben und die Dissemination dieses Wissens zu beforschen. Dazu wird der Inhalt der klinisches Versorgungsleitlinie in drei verschiedene Formate gebracht (Broschüre, Online-Kurs und Online-Kurs mit Workshop) und deren Effektivität in einem begleitendem Forschungsdesign untersucht.

Das vom BMBF geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm unter der Leitung von Prof. Fr. Jörg Fegert bietet Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen die Möglichkeit der kostenlosen Teilnahme an Fortbildungsangeboten. Weitere Informationen auf https://train.star-projekt.de/