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Wenn Kinder spielen

24.08.2018

Spielen ist für die motorische, kognitive, sprachliche und soziale Entwicklung des Kindes zentral. Ein Medienbericht greift diese Rolle auf.

Bild: Colourbox

Zu einem klinischen Bericht der American Academy of Pediatrics  über ‚The Power of Play: A Pediatric Role in Enhancing Development in Young Children‘ gab Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der DGKJ, der Huffington Post / Deutschland ihre Einschätzung.

Prof. Dr. Krägeloh-Manns Fazit (hier ungekürzt) über die Rolle des Spielens für die kindliche Entwicklung: "Spielen unterstützt die motorische, kognitive, sprachliche und soziale Entwicklung. Es unterstützt insbesondere auch die Ausbildung von Kompetenzen, die wichtig sind für s.g. Exekutivfunktionen, d.h. Funktionen der Selbstregulation und Selbstkontrolle. Spielen bedeutet Imitieren, Ausprobieren, Austauschen, Teilen, gemeinsam Agieren und auch sich Behaupten  -  schon früh nicht nur mit erwachsenen Bezugspersonen, sondern mit anderen Kindern.

Es ist gut bekannt, dass Lernangebote in der frühkindlichen Entwicklung besonders wichtig sind in ihrem Potenzial für die Zukunft eines Menschen: „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Dieser lapidare Satz faßt zusammen, dass Lernen während der Entwicklungsphase des Gehirns erfolgreicher abläuft. Und Kinder lernen spielerisch und nicht in ‚Trainingseinheiten‘.

So ruft der Artikel "The Power of Play" Kinderärztinnnen und -ärzte dazu auf, ihre Rolle in der Beratung von Eltern auch dafür wahrzunehmen, nachdrücklich darauf hinzuweisen, wie wichtig freies und gemeinsames Spielen ist, wie wichtig es ist, dass auch sie selbst sich dafür Zeit nehmen bzw. ihren Kindern dafür Zeit lassen. Etwas Selbstverständliches? Sollte man meinen – aber in Zeiten von Smartphone und Tablet, mit denen schon kleine Kinder beschäftigt werden, ist es vielleicht doch nicht so abwegig, ein ‚Rezept zum Spielen’ weiterzugeben...."

Zum Beitrag "The Power of Play auf der englischsprachigen Seite der American Academy of Pediatrics: hier,  und zum Artikel der Huffington Post vom 23.8.2018: hier