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Reduktionsstrategie: Das Recht auf gesundes Aufwachsen

13.02.2019

Kommentar des DGKJ-Generalsekretärs Burkhard Rodeck zur BMEL-Strategie für eine gesündere Ernährung.

Die DGKJ war zur Auftaktsitzung des Begleitgremiums zur Nationalen Reduktionsstrategie in das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung am 12.02.2019 in Berlin eingeladen.

"Die Zukunft der nachwachsenden Generation liegt in unserer Hand. Die Bemühungen von Julia Klöckner, Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, für eine gesunde Ernährung insbesondere unserer Kinder und Jugendlicher sind anzuerkennen. Allerdings zeigt das Treffen des Begleitgremiums der Nationalen Reduktions- und Innovations-Strategie des Ministeriums, in dem Vertreter aus der Lebensmittelindustrie wie auch der Medizin und Verbraucherverbände vertreten sind, dass der Input der Wissenschaft bzgl. gesunder Ernährung kaum bis gar nicht inhaltlich diskutiert wird, dafür den Verbänden der Lebensmittelindustrie ein breiter Raum zur Darstellung ihrer Positionen eingeräumt wird. Die freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie wird schon jetzt dadurch konterkariert, dass die Verbandsvertreter keine Garantie für die Erfüllung dieser Selbstverpflichtung durch ihre Mitglieder abgeben konnten. Die Zielvereinbarungen sind zudem nicht konsequent genug, die Strukturen zur Überprüfung der Einhaltung noch nicht etabliert, eine klare Ankündigung von Sanktionen bei Nichterfüllung fehlt.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin wird den Prozess mit ihrer wissenschaftlichen Expertise weiter unterstützen, aber darauf bestehen, dass bereits jetzt vorliegende klare wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden müssen und die Lebensmittelindustrie im Interesse unserer Kinder und Jugendlicher in die Pflicht genommen wird. Jedes Kind hat ein Recht darauf, in gesunden Verhältnissen aufzuwachsen!"

PD Dr. Burkhard Rodeck, DGKJ-Generalsekretär