Aktuelles für die Pädiatrie

Die Aktivitäten der DGKJ finden Sie in der Rubrik „Über uns“, im Bereich „Laufende Aktivitäten“

DGKJ zum Entwurf für einen Koalitionsvertrag

14.02.2018

DGKJ begrüßt Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ – Dies ist wohl der bedeutende Schlüsselsatz im Entwurf zum aktuellen Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und CSU für die 19. Bundesregierung. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. sieht in dem Vertrag viele Chancen, die es im Falle einer finalen Zustimmung der SPD-Mitglieder gilt, bestmöglich auszubauen.

„Die Belange der Kindergesundheit finden im aktuellen Koalitionsentwurf mehr Berücksichtigung als in den Legislaturperioden zuvor. Das ist ein bedeutender Schritt im Sinne der Kinder- und Jugendmedizin. So findet sich in gleich zwei Abschnitten des Entwurfs - Gesundheit und Bildung & Forschung - die Stärkung der Forschung im Bereich Kinder- und Jugendmedizin erwähnt. Das legt den ersten Grundstein für unser zentrales Anliegen eines Nationalen Forschungszentrums für Kindergesundheit“, so die Präsidentin der DGKJ Prof. Dr. med. Ingeborg Krägeloh-Mann. Die wissenschaftliche Fachgesellschaft engagiert sich intensiv für die Umsetzung eines solchen Forschungszentrums. „Mit dem möglichen Koalitionsvertrag wird nun die Realisierung des Versprechens von Bundeskanzlerin Merkel greifbar“, erklärt Prof. Dr. Krägeloh-Mann weiter. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hatte die Bundeskanzlerin die künftige Realisierung eines Forschungszentrums für Kindergesundheit zugesagt.

Die schriftliche Verankerung seitens der Politik, dass Kinder auch in medizinischer Hinsicht nicht als „kleine Erwachsene“ behandelt werden können und spezielle Bedürfnisse haben, die auch im Gesundheitssystem Berücksichtigung finden müssen, ist ein positives Signal. Auch weitere Schwerpunktthemen der DGKJ, wie die Prävention chronischer Erkrankungen, die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz oder die Stärkung der Kinderkommission im Deutschen Bundestag, sind erfreulicherweise explizit im Koalitionsentwurf festgehalten.

Wenn der Koalitionsvertrag in Kraft tritt, können auf dessen Grundlage die Rahmenbedingungen für die weitere Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen geschaffen werden.

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