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G-BA beschließt neue Übergangsregelung für Perinatalzentren

16.12.2016

Für die zum Ende 2016 auslaufende Übergangsregelung für den Personalschlüssel in Perinatalzentren hat der G-BA gestern eine Verlängerung  um weitere 3 Jahre beschlossen.

Längstens bis zum 31. Dezember 2019 sollen Perinatalzentren, die die unverändert geltenden verpflichtenden Personalanforderungen nicht erfüllen können, hiervon abweichen  dürfen. Diese Übergangsregelung ist verbunden mit individuellen Zielvereinbarungen der einzelnen Häuser, jährlichen Strukturabfragen und dem Nachweis des Personalschlüssels auf neonatologischen Intensivstation.

In der Publikation des Beschlusses vom 15.12.2016 nennt der G-BA u.a. auch Kriterien für die Anerkennung berufserfahrener Pflegekräfte auf die Fachweiterbildungsquote.

Zum Hintergrund (aus der Erläuterung des G-BA):
Seit dem Jahr 2006 müssen 40 Prozent der Pflegekräfte auf neonatologischen Intensivstationen (Level 1-Zentren) Kinderkrankenpflegekräfte sein, die die Fachweiterbildung „pädiatrische Intensivpflege“ absolviert haben. In Level 2-Zentren ist ein Anteil von 30 Prozent vorgesehen. Mit Beschluss vom 20. Juni 2013 hat der G-BA eine Regelung für Perinatalzentren in die Richtlinie aufgenommen, die eine ständige Verfügbarkeit mindestens einer Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekraft je intensivtherapiepflichtigem Frühgeborenen erfordert. Weiterhin muss jederzeit mindestens eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekraft je zwei intensivüberwachungspflichtigen Frühgeborenen verfügbar sein.

Zur Pressemeldung des G-BA-Beschluss : https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/662/

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