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Masern: Gefährliche Impflücken

01.11.2016

2 Impfungen braucht es, um ein Kind gegen Masern zu schützen - 73.000 Kleinkinder in Deutschland haben diesen Schutz nicht, wie der aktuelle Versorgungsatlas aufdeckt. Häufig ist ein Mangel an Information die Ursache, denn, so die Presseinformation des Versorgungsatlas, über 7.000 Kinder pro Jahrgang mit Erstimpfung haben die Zweitimpfung nicht erhalten und sind demnach nicht geschützt, obwohl die Eltern das möglicherweise denken: "Dabei sorgt diese zweite Impfung dafür, dass jene knapp fünf Prozent der Kinder, bei denen die erste Impfung nicht anschlägt, noch eine Immunität aufbauen können."

Vor Einführung der Impfung in den 1970er Jahren waren die Masern eine weit verbreitete Kinderkrankheit, die jedoch keineswegs harmlos ist. Es sterben bis zu drei von 1.000 erkrankten Kindern. Insbesondere Kinder unter 5 Jahren und Erwachsene über 20 Jahren sind bei einer Infektion von Komplikationen betroffen. Gefürchtet ist vor allem die Gehirnentzündung (ein Fall auf 1.000 – 5.000 Erkrankte) mit einer Sterblichkeit von 20 bis 30% und einer Heilungsquote mit Folgeschäden von über 30%. Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine tückische tödliche Spätfolge einer Maserninfektion, die bei etwa einem von 10.000 Fällen auftritt. Sie betrifft in den meisten Fällen Kinder oder Jugendliche, die vor ihrem zweiten Lebensjahr die Masern durchgemacht haben.

Quelle: versorgungsatlas.de

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