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Nur noch generalistische Ausbildung an den Pflegeschulen?

04.12.2017

Das im Sommer verabschiedete Gesetz für eine Reform der Pflegeberufe gibt den Auszubildenden ab 2020 die Wahlfreiheit, den Weg in die generalistische Pflege zu nehmen oder das dritte Jahr der Ausbildung für die Spezialisierung zur Kinderkrankenpflege (oder Altenpflege) zu nutzen. Ihre Entscheidung und ihr Berufswunsch sollen in die weitere Gestaltung der Berufsausbildung wesentlich einfließen, denn 6 Jahre nach wird erhoben, wie sich das weiterführende Angebot bewährt hat.

Damit schützt die Reform zumindest eine Chance für die Kinderkrankenpflege, als attraktiver und anspruchsvoller Fachberuf erhalten zu bleiben. Umso irritierender, wenn noch vor der Umsetzung der ersten Schritte der Reform aus den Kreisen der Pflege selbst den Auszubildenden die im Gesetz gesicherte Wahlmöglichkeit vorenthalten wird.

So scheint es zumindest der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) nicht mehr für angebracht zu halten, die spezialisierte Ausbildung überhaupt noch anzubieten, wenn er in der Ankündigung einer Inforeihe darauf hinweist, „den Schulen (sei) dringend anzuraten, nur die generalistische Ausbildung ohne Vertiefung anzubieten“.

Die Kinderkrankenpflege und alle, die von der fachlichen Qualität dieses Berufes überzeugt sind, müssen angesichts einer solchen einschränkenden Positionierung zutiefst alarmiert sein.

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