Termin



ETAT Plus Kurs - pädiatrische Notfallmedizin in ressourcenlimitierten Settings

Ort:

01307 Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Zeitraum:

01.10.2022 08:30Uhr bis 03.10.2022 15:00Uhr

Themen:

ETAT+ (Emergency Triage Assessment and Treatment) ist eine strukturierte und nachgewiesenermaßen effektive Intervention, die speziell für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen mit limitierten Ressourcen in Low and middle income countries (LMIC) entwickelt wurde.

Mit Hilfe von ETAT werden bei Kindern akut lebensbedrohliche Situationen erkannt, wie z. B. Atemwegsobstruktionen und andere akute infektionsbedingte Atembeschwerden, Schock, schwere Beeinträchtigungen des Bewusstseins (z.B. Koma oder cerebrale Krampfanfälle) und schwere Dehydratation. Auf strukturierte und leicht verständliche Weise bietet ETAT ein Konzept zur Erkennung und Behandlung an. Außerdem werden in dem dreitägigen Kurs Inhalte zur Stabilisierung von brandverletzten Kindern, Traumafolgen und Basisfertigkeiten für die Versorgung von Neugeborenen vermittelt. Krankheiten wie Meningitis und Malaria werden ebenfalls erläutert. Darüber hinaus werden die Teilnehmer über die Relevanz von schwerer Unterernährung (severe acute malnutrition – SAM) auf die Mortalität in LMIC informiert und Besonderheiten bei der Versorgung von kritisch kranken Kindern mit SAM erläutert. Ein Fokus liegt auf dem Erlernen von praktischen Fertigkeiten wie Beutel-Maskenbeatmung, das Legen von intraossären Kanülen u.v.m. Das Gelernte wird in Form von Szenarien wiederholt und praxisnah angewandt.

Mit Hilfe dieser ETAT Maßnahmen werden die ärmsten und vulnerabelsten Kinder in ländlichen Regionen erreicht. ETAT Richtlinien sind darauf ausgelegt sich mit häufig vorkommenden pädiatrischen Fragestellungen innerhalb von Gesundheitseinrichtungen im ressourcenlimitierten Setting auseinanderzusetzen, wo
- die Mortalität stationärer Patienten hoch ist.
- die meisten Patienten innerhalb der ersten 24h nach stationärer Aufnahme versterben.
Häufige Hürden in solch einem Setting sind: unzureichende medizinische Versorgung, mangelnde Kompetenzen, insbesondere in der Erstversorgung, keine oder wenige schriftlich festgehaltene Behandlungsprotokolle, Verzögerungen im Behandlungsbeginn.

Die ETAT Richtlinien wurden von der WHO entwickelt und stellen eine angepasste Form der Advanced Paediatric Life Support (APLS) Richtlinien dar.
ETAT findet weltweit Anwendung, u.a. in Malawi, Angola, Brasilien, Kambodscha, Indonesien, Kenia und dem Niger.

Ansprechpartner/-in:

Dr. Anke Fischaleck

E-Mail:

Gtpetat@globalchildhealth.de

Web-Adresse:

https://globalchildhealth.de

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