Zwischen zwei Welten - Kinder im medialen Zeitalter
Ort:
Dünenweg 7,
Pelzerhaken
Zeitraum:
08. Juni 2026, 10:00 - 16:00 Uhr
Themen:
In diesem Seminar wird sich alles um das „Neuronenschutzprogramm“ drehen. Das Neuronenschutzprogramm ist notwendig geworden, weil wir unsere Kinder vor den negativen Auswirkungen des übermäßigen Bildschirmmedienkonsums schützen müssen. Kinder, die digitale Medien nutzen, werden von Jahr zu Jahr immer jünger. Kinderärzt*innen, Psycholog*innen,
Erzieher*innen, Lehrer*innen aber auch besorgte Eltern halten diese Entwicklung für bedenklich. Viele auffällige Verhaltensweisen wie Unkonzentriertheit, Gereiztheit, Unruhe, motorische
Defizite, mangelndes soziales Verhalten und fehlende Lese- und Schreibkompetenzen bringen
sie mit übermäßigen Bildschirmmedienkonsum in viel zu jungen Jahren in Verbindung. Was
uns fehlt ist ein gesellschaftlicher Konsens, sind klare, verbindliche Regeln für den Umgang
mit den neuen Medien, die von Eltern und Kindern gleichermaßen verstanden und mitgetragen werden können. Das Neuronenschutzprogramm bietet einen solchen Konsens. Es ist ein
Präventionsprogramm für Eltern und für Kinder. Ähnlich wie beim Zähneputzen sollen unsere
Kinder Regeln lernen, wie sie ihre phantastischen Neuronen vor dem Verkümmern schützen
können. Die Argumente für das Zähneputzen sind bekannt. Die Argumente für das Neuronenschutzprogramm werden wir in diesem Seminar mit Ihnen unter folgenden Aspekten ausführlich besprechen:
• Wie entwickelt sich das Gehirn unserer Kinder?
Wir alle kommen mit einer phantastischen Grundausstattung an Neuronen auf die Welt.
Fast alle ohne Aufgabe, aber alle begierig darauf, an die Arbeit zu kommen, dazu müssen
sie von ihren Nutzern erst noch aktiviert werden.
Bildschirmmedien bringen die Neuronen unserer Kinder dabei nicht auf die nötige „Betriebstemperatur“. Eine Zitrone hilft uns auf eindrucksvolle Weise dabei, dies zu beweisen.
• Über das Löschen von Gedächtnisspuren
In unserem Kurzfilm gehen wir der Frage nach: Kann gerade erworbenes Wissen durch übermäßigen Bildschirmmedienkonsum wieder überschrieben werden?
• Über Dopaminduschen
Was macht die ungeheure Anziehungskraft von Bildschirmmedien aus? Warum
können Kinder stundenlang Bildschirmmedien nutzen, während sie bei Mathe nach 5
Minuten aufgeben?
• Suchtproblematik
Anhand des online Spiels „Fortnite“ zeigen wir typische Suchtmechanismen auf, die sich
die Anbieter derartiger Spiele zu Nutzen machen. Übermäßiges Online-Spielen beinhaltet
nicht nur ein großes Suchtpotential, sondern verändert auch den Charakter unserer Kinder – nicht gerade zum Positiven.
• “Je eher, desto besser“ bei der Nutzung von Bildschirmmedien – stimmt das?
Der Druck auf Schulen, Lehrer und Eltern ist groß. Es wird suggeriert, dass Kinder den
Anschluss verpassen, wenn sie nicht bereits in den ersten Lebensjahren mit Digitalität in
Berührung kommen. Das Gegenteil ist der Fall: Digitale Medien sind nicht in der Lage,
unsere Kinder für das digitale Zeitalter stark zu machen! Warum ist das so?
Zusatzinformationen:
Die Veranstaltung findet in der Touristinformation Pelzerhaken (Haus des Gastes) statt.
Referenten: Wilfried Brüning und Astrid Brüning
Teilnahmebeitrag: 180€
Ansprechpartner/-in:
Dr. med. Marion Rapp
E-Mail:
fortbildung(at)kinderzentrum-pelzerhaken.de