Ausstellung 2017 in Saarbrücken

Saarbrücker Zeitung vom 13.01.2017
Bild: Chodan
Bild: Chodan
Bild: Chodan

Über 75 Jahre nach dem Beginn systematischer Tötung von geistig und körperlich behinderten Menschen erinnert die Ausstellung "Im Gedenken der Kinder" an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer.

Vom 10. Januar bis zum 3. Februar 2017 war die Ausstellung im Rathaus St. Johann in Saarbrücken zu sehen. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz eröffnete die Ausstellung am 10. Januar um 18.30 Uhr. PD Dr. Thomas Beddies von der DGKJ führte in die Ausstellung ein.

Begleitprogramm mit fünf Vorträgen

Das Begleitprogramm zur Ausstellung wollte in fünf Vorträgen aufzeigen, dass Kinder auch heute noch besondern unter Benachteiligung, Verfolgung und Entwurzelung zu leiden haben. Unter dem Titel „Verlorene Kindheit“ hatte der Saarbrücker Jugendpsychiater Dr. Bernd P. Laufs die Reihe zusammengestellt, die sich des Themas aus unterschiedlicher Perspektive annäherte und auch Beispiele aus der regionalen Geschichte einbezog.

Die Vorträge fanden bis 4. April jeden zweiten Dienstag um 18.30 Uhr im Festsaal des Rathauses St. Johann statt.

Rathausplatz 1
66111 Saarbrücken

Die Ausstellung wurde in dieser Form bereits im Berliner Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" gezeigt. Zu deren Eröffnung im Januar 2012 sprach DGKJ-Präsident Prof. Dr. Wagner ein Grußwort, in dem er auf die Auseinandersetzung der Fachgesellschaft mit der Rolle der Kinderärzte bei den Medizinverbrechen im Nationalsozialismus eingeht. Zur Ansprache.