Personalia

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Dr. Uta Nennstiel-Ratzel zum Geburtstag

15.06.2017


Dr. U. Nennstiel-Ratzel (Bild: privat)

Frau Dr. med. Uta Nennstiel-Ratzel, MPH, feiert im Frühsommer 2017 ihren 60. Geburtstag.

Geboren und aufgewachsen in Pforzheim, schloss sie 1984 ihr Medizinstudium an der Eberhard- Karls-Universität Tübingen ab und begann dann ihre Weiterbildung in Anästhesie. 1986 promovierte sie während ihrer Elternzeit. Es war im Nachhinein ein Glück für die Pädiatrie und für viele Kinder, dass Uta Nennstiel-Ratzel ihre Ausbildung zur Anästhesistin nicht abschloss, sondern 1990 als Ärztin in den kinder- und jugendärztlichen Dienst in Fürstenfeldbruck eintrat. Drei eigene Kinder bestimmten offensichtlich die neue Schwerpunktsetzung wesentlich mit. 1998–2000 absolvierte sie erfolgreich ein Masterstudium in Öffentlicher Gesundheit und Epidemiologie an der LMU München und begann parallel ihre Arbeit als Ärztin und Epidemiologin am Screeningzentrum im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Das bayerische Modellprojekt zum Erweiterten Neugeborenenscreening war eine wichtige Voraussetzung für die segensreiche bundesweite Einführung im Jahre 2005.

Als Leiterin des Sachbereiches Gesundheitsberichterstattung, Epidemiologie, Sozialmedizin, Kindergesundheit, Screeningzentrum des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat Frau Nennstiel-Ratzel seit mehr als einem Jahrzehnt die Präventionsprogramme in Bayern und mit Strahlkraft im gesamten Bundesgebiet kontinuierlich und entscheidend vorangebracht. Zusätzlich zum erweiterten Neugeborenenscreening bearbeitete sie in einem vergleichbaren Modellprojekt von 2003–2008 das Neugeborenenhörscreening und führt kontinuierlich Langzeitstudien zur Evaluation des erweiterten Neugeborenenscreenings und des Hörscreenings in Bayern durch.

Es wird ganz wesentlich ihr Verdienst sein, wenn wir hoffentlich in naher Zukunft für diese Programme in ganz Deutschland gute Trackingstrukturen etablieren können, ohne die sich der Wert des Screenings erheblich verringert, für das Hörscreening sogar halbiert. Zusätzlich zu der kontinuierlichen und konzeptionellen Arbeit in Bayern ist Frau Nennstiel-Ratzel in der Deutschen Gesellschaft für Neugeborenenscreening sehr engagiert, seit 2005 im Präsidium und seit 2011 als Präsidentin.

Seit 2008 ist sie Mitglied in der Screeningkommission der DGKJ, seit 2009 die zweite Vorsitzende des Verbandes Deutscher Hörscreeningzentralen und ab diesem Jahr auch stellvertretendes Mitglied der Gendiagnostik-Kommission. Seit 2001 multipliziert sich ihr Wissen und ihre Erfahrung mit einem Lehrauftrag für Sozialmedizin an der LMU München.

Besonders wichtig ist ihr langjähriger umfänglicher Einsatz für die unterschiedlichsten Bereiche der präventiven Medizin. Mit ihrer Kompetenz und Beharrlichkeit hat sie so bereits viel erreicht und wird noch vieles erreichen. Die bayerischen Kinder sind zu beneiden, da hier Projekte von CMV-Prävention in der Schwangerschaft, „Gesunder Babyschlaf “ – Prävention des plötzlichen Kindestodes, Impfkampagnen, Schuleingangsuntersuchungen bis zur Erhöhung der Teilnahmerate an der J1-Jugenduntersuchung alle die Handschrift von Uta Nennstiel- Ratzel tragen. Seit 2015 fördert die bayerische Staatsregierung folgerichtig die bayerische Präventionsinitiative „Gesund.Leben.Bayern“, unter der Projektleitung von Fr. Nennstiel-Ratzel.

Frau Dr. Uta Nennstiel-Ratzel ist eine präsente und gestaltende Kollegin der Kinder- und Jugendmedizin wie auch des öffentlichen Gesundheitswesens.

Wir wünschen ihr Glück, Zufriedenheit und Gesundheit sowie für viele Jahre die erfolgreiche Weiterführung der skizzierten vielfältigen Projekte im Interesse unseres Faches und vor allem unserer Kinder und Jugendlichen.

Prof. Dr. Georg F. Hoffmann, Heidelberg

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