"Im Gedenken der Kinder": Wanderausstellung
Die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) konzipiert und umgesetzt. Seit 2010 war die stetig erweiterte Dokumentation bereits in Potsdam, Berlin, Hamburg, Magdeburg, Stuttgart und an anderen Orten zu sehen.
Ausstellung in Schwerin 2026
- Wann: 12.08. - 19.09.2026, Montag bis Samstag: 10-19 Uhr
- Wo: Marienplatz-Galerie Schwerin, Marienplatz 11 - 12, 19053 Schwerin
Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist barrierefrei.

Flyer zur Ausstellung in Schwerin
Eröffnungsveranstaltung
Mittwoch, 12.08.2026, 18.00 Uhr, Marienplatz-Galerie Schwerin
Moderation: Anja Baum, AMEOS Klinikum, Ueckermünde
| 18.00 - 18.10 | Begrüßung und kurze Einführung Prof. Dr.med. Michael Radke, ehem. Direktor der Univ.-Kinder- und Jugendklinik Rostock, Beauftragter der DGKJ für die Ausstellung |
| 18.10 - 18.25 | Grußworte Sebastian Ehlers (CDU), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin Katy Hoffmeister (CDU), Vorsitzende des Sozialausschusses des Landtags Mecklenburg-Vorpommern Florian Gradnitzer, Leiter des Dokumentationszentrums für die Opfer der Diktaturen in Deutschland in Schwerin (Einrichtung der Landeszentrale für politische Bildung) |
| 18.25 - 18.55 | Dr. Kathleen Haack (Universitätsmedizin Rostock) Vortrag: „Kindermorde in Mecklenburg und Pommern 1939–1945“ |
| 18.55 - 19.20 | Vorlesen aus Krankenakten Betroffener durch Studierende der Universitätsmedizin Rostock sowie durch Ärztinnen und Ärzte |
Podiumsdiskussion
Mittwoch, 09.09.2026, 18.00 - 19.30 Uhr, Marienplatz-Galerie Schwerin
Moderation: Jochen Schmidt, Direktor Landeszentrale für politische Bildung MV
| 18.00 - 18.10 | Begrüßung und kurze Einführung Prof. Dr.med. Michael Radke, ehem. Direktor der Univ.-Kinder- und Jugendklinik Rostock, Beauftragter der DGKJ für die Ausstellung |
| 18.10 - 19.30 | Kurze Statements der Teilnehmenden der Podiumsrunde und anschließende Diskussion -Prof. Dr. Thomas Beddies, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité Berlin - Prof. Dr. Andreas Broocks, Carl-Friedrich-Flemming-Klinik, Helios Kliniken Schwerin - Dr. Kathleen Haack, Universitätsmedizin Rostock - Prof. Dr. Ekkehard Kumbier, Universitätsmedizin Rostock |
| ab 19.30 | Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung |
Ausstellung in Kassel 2026
- Wann: 01.10. - 13.11.2026, Montag bis Donnerstag: 10-16 Uhr, Freitag: 10-14 Uhr
- Wo: Hauptverwaltung des Landeswohlfahrtsverbands Hessen, im Ständehaus, Ständeplatz 6-10, 34117 Kassel
- Besonderes Angebot für Schulklassen: Geführte Rundgänge durch die Ausstellung, Anmeldungen erbeten unter: Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, Tel.: 0651/1004 - 4281, E-Mail: kontakt-archiv@lwv-hessen.de
Die Ausstellung und Veranstaltungsprogramm sind barrierefrei.
Der Eintritt ist frei.
Ausstellungseröffnung in der Hauptverwaltung des Landeswohlfahrtsverbands Hessen
Donnerstag, 01.10.2026, 19.00 Uhr
Schirmherrschaft: Astrid Wallmann, Hessische Landtagspräsidentin
Vortrag: Prof. Dr. Maike Rotzoll, Marburg: "Kinder als Opfer der Patient:innenmorde im Nationalsozialismus
Rahmenprogramm
- Mittwoch, 14.10.2026, 19 Uhr: Prof. Dr. Petra Fuchs, Berlin: Kinder mit Behinderungen in der NS-Zeit: Objekte ableistischer Medizin - Subjekte ableismus-kritischen Gedankens
- Mittwoch, 28.10.2026, 19 Uhr: Lisa Caspari, Gedenkstätte Hadamar: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - die Geschichte der “Kinderfachabteilung” Kalmenhof und die Entwicklung eines Gedenk- und Lernortes
- Mittwoch, 11.11.2026, 19 Uhr: Prof. Dr. Jan Erik Schulte, Gedenkstätte Hadamar: Von der ‘Euthanasie’ zum Holocaust? - Brüche und Kontinuitäten. Zum Verhältnis zweier nationalsozialistischer Massenverbreche
Im Anschluss an die Vorträge: Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und die Ausstellung zu besuchen.
NEU: Virtuelle Ausstellung
Die Ausstellung kann auf einer eigenen Webseite in aktualisierter Fassung online angeschaut werden: Per Mausklick kann sich durch zwei virtuelle Räume und entlang von 28 Text- und Bildtafeln bewegt werden, die den Weg der „Medizin zwischen Vernichten und Heilen“ darstellen. Dort können Informationen über einzelne Einrichtungen, Versuchsreihen und Experimente abgerufen werden oder sich per Zoom den Beschreibungen der Kinder genähert und Profile der verantwortlichen Mediziner eingesehen werden. Eine Hördatei vertont Briefwechsel zwischen Eltern und Ärzten. Das Angebot wird ergänzt durch einen Auszug des umfangreichen Ausstellungskatalogs sowie durch Videointerviews mit den Ausstellungsmacher/-innen.
Ausstellungsstationen
- 2025 in Augsburg, Dresden und Regensburg
- 2024 in Rostock und Alt Rehse
- 2023 in Ansbach und Krefeld
- 2022 in Bielefeld
- 2019 in Bochum und Neuburg a.d. Donau
- 2018 in Lüdenscheid, Bamberg, Freiburg i.Brsg.
- 2017 in Saarbrücken und Ahlen
- 2016 in Würzburg, Gmünden, Erlangen, Düsseldorf
- 2015 in Aschaffenburg, Prora auf Rügen
- 2014 in Bocholt, Haar, Klingenmünster
- 2013 in Stuttgart und im Dom zu Magdeburg
- 2012 im Zeughaus Vechta, Hamburg, Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin
- 2011 in Potsdam, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
- 2010 in Potsdam auf der 106. DGKJ-Jahrestagung (Auftakt)
Impressionen bisheriger Stationen






Verbrechen an Kindern zur NS-Zeit – eine Ausstellung in Rostock
"Nebel im August"

"Nebel im August": Das bewegende Schicksal des Jungen Ernst Lossa. Hauptdarsteller: Ivo Pietzcker und Sebastian Koch. Regie: Kai Wessel. 2017. Als DVD, Blu-ray und digital erhältlich. Trailer: Hier auf youtube
