AG Interessenskonflikte



AG Interessenskonflikte

Jahresbericht 2020

Aktuell arbeiten in der AG Interessenkonflikte mit: Prof. Dr. Reinhard Berner (Dresden), Prof. Dr. Jörg Dötsch (Köln), Prof. Dr. Tim Niehues (Sprecher, Krefeld) und Prof. Dr. Michael Weiß (Köln).

Die Aufgabe der AG ist die Beobachtung und Bewertung der Erklärung von Interessen und die ggf. daraus resultierenden Interessenkonflikte und den Umgang damit. Dabei ist es wichtig, den Unterschied von „Interessenskonflikterklärungen“ und „Erklärung von Interessen“ deutlich zu machen. Die Erklärung von Interessen bedeutet nicht zwangsläufig einen Interessenskonflikt. Die Erklärung von Interessen und die Darlegung des Umgangs mit Interessenkonflikten dienen dem Schaffen von Vertrauen und dem Schutz vor Spekulationen über Befangenheiten.

Im Berichtszeitraum hat sich die AG vor allem folgenden Themen gewidmet:

  1. Umgang der Gremien der DGKJ mit Interessenskonflikten Die AG spricht sich dafür aus, dass alle Mitglieder von DGKJ- Gremien (Vorstand, Kommissionen, AGs etc.) zu Beginn einer Berufungsperiode die Interessenserklärung der AWMF ausfüllen. Die Bewertung dieser Erklärungen sollte durch nicht mehr im aktiven Berufsleben stehende Persönlichkeiten der DGKJ erfolgen. Hier sollte ein Beirat durch den Vorstand benannt werden. Der Vorstand ist der Empfehlung gefolgt und hat mit der Berufung des Beirats begonnen.
  2. Monatsschrift Kinderheilkunde: Umgang mit Interessen und Interessenskonflikten und deren Angabe „Sponsored Content“, Gelbe Seiten/Nachrichten aus der Pharmaindustrie.

Nach wie vor ist die Thematik „Werbung“ in der Monatsschrift Kinderheilkunde nicht zufriedenstellend gelöst. Generell wäre weniger Werbung in der Moki wünschenswert.

Weiterhin stellt sich die Frage, welche Inhalte in den Rubriken „Fachnachrichten“, „Nachrichten aus der Industrie“, „Aktuelle Informationen“ abgebildet werden und wer diese autorisiert. Insgesamt ist eine eindeutige Unterscheidung von Fachartikeln, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben, und Nachrichten aus der Industrie nicht immer eindeutig möglich.

Der transparente Umgang mit Interessenserklärungen in der Moki gelingt nicht immer. Viele Interessenskonflikte von Beiträgen in der Monatsschrift Kinderheilkunde sind nicht korrekt deklariert. Hier sollte das entsprechende AWMF-Formular für die Autoren konsequent verwendet werden. Dabei sollte von Seiten des Verlags und der Schriftleitung ein Verfahren etabliert werden, bei dem frühzeitig im Publikationsprozess die Interessenserklärungen abzugeben sind und diese auch überprüft werden, bevor der Artikel in der Zeitschrift zur Publikation angenommen wird.

  1. Umgang bei DGKJ-Veranstaltungen mit Industriegeldern: Mittelfristig ist eine weitgehend industrieunabhängige Finanzierung von Repetitorien und Jahrestagungen anzustreben, ähnlich wie bei den Allgemeinmedizinern und Neurologen.
  2. Umgang bei politischen Stellungnahmen mit Interessenskonflikten.

Prof. Dr. Tim Niehues

Sprecher

 

Mitglieder:
Prof. Dr. Reinhard Berner (Dresden)
Prof. Dr. Jörg Dötsch (Köln)
Prof. Dr. Tim Niehues (Sprecher) (Krefeld)
Prof. Dr. Michael Weiß (Köln)