AG Lehre



AG Lehre

Jahresbericht 2018

Die Tätigkeit der AG Lehre in den vorangehenden und kommenden Monaten ist überwiegend durch den Masterplan Medizinstudium 2020 und mittelbar damit zusammenhängende Aktivitäten bestimmt. In Abstimmung mit dem BVKJ wurde durch die AG eine ausführliche Stellungnahme verfasst, die die einzelnen Punkte des Masterplans konkret aus Sicht der ambulanten und stationären Pädiatrie kommentiert. Die angestrebte Stärkung der praxisbezogenen und primärärztlichen Ausbildungskompetenzen gilt es aus einer Engführung auf die Allgemeinmedizin herauszuführen und die umfangreichen Aufgaben und Kompetenzen der Kinder- und Jugendmedizin in der primärärztlichen Versorgung der Bevölkerung auch für die Ausbildung der Studierenden nutzbar zu machen. Das angestrebte Curriculum zur Arzt-Patient-Kommunikation sollte deutlich den Fachbezug zur Pädiatrie aufgrund der Besonderheiten bestimmter Themen (z. B. Aufklärungsgespräch, Gespräch zum palliativen Vorgehen, Gespräche zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention) berücksichtigen. Die Förderung wissenschaftsbezogener Kompetenzen im Studium wird ausdrücklich unterstützt, insbesondere auch in Richtung translationale und klinische Forschung. Hier gilt es, die entsprechenden fakultären Strukturen in für die Pädiatrie vorteilhafter Weise zu gestalten. Die im Masterplan vorgesehene Einführung einer verbindlichen Examens-Prüfung im Fach Allgemeinmedizin sollte in Richtung primärärztliche/hausärztliche Medizin gestaltet werden und somit pädiatrische Themen für jede/jeden Absolventin/Absolventen examensrelevant machen. Entsprechend den Vorschlägen des Masterplans hat das IMPP die Überarbeitung der Gegenstandskataloge (GK) für die Ärztlichen Prüfungen initiiert. Bei einem Auftakt-Treffen beim IMPP im Mai 2018 wurde die Methodik zur Überarbeitung der GKs erstmalig vorgestellt und im Weiteren überarbeitet. Hierbei werden die bisher für 2020 vorgesehene Überarbeitung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) und die Erstellung der neuen GKs eng miteinander verknüpft, wobei die GKs enger gefasst sein sollen als der NKLM. Insgesamt 24 Arbeitsgruppen, die sich überwiegend aus Kapiteln des NKLM (Erkrankungen gemäß Organsystemen, Konsultationsanlässe, übergeordnete und krankheitsbezogene Lernziele, übergeordnete Kompetenzen) ergeben, sollen diesen Prozess, der bis Ende 2020 abgeschlossen sein soll, gestalten. Erstmalig soll auch ein Absolventenprofil unter Nennung von anvertraubaren ärztlichen Tätigkeiten festgelegt werden. In Abstimmung mit den Konventgesellschaften der DGKJ konnten alle Arbeitsgruppen hochrangig besetzt werden. Die AG Lehre wird diesen Prozess in fachlicher und inhaltlicher Sicht koordinieren. Deshalb hat die AG Lehre in mehreren Treffen mit einer Überarbeitung des Lernzielkatalogs Pädiatrie (LZK-P) entsprechend der Methodik zur Überarbeitung des NKLM und der GK begonnen; Ziel ist es, den Vertretern der DGKJ in den AGs eine abgestimmte Arbeitsgrundlage zur Gestaltung der universitären Lehre aus Sicht der Pädiatrie zur Verfügung zu stellen. Die allgemeinen Bestrebungen zur Fokussierung der Lerninhalte stellen hierbei für das breite Spektrum der Pädiatrie eine besondere Herausforderung dar. Umso wichtiger ist deshalb die engagierte Mitarbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen zum NKLM/GK seitens der Kolleginnen und Kollegen, die dankenswerterweise diese Aufgabe übernommen haben. Die Einbeziehung ambulanter Versorgungsstrukturen in der Kinder- und Jugendmedizin ist ein weiteres Anliegen der AG Lehre. Hierzu sollen systematisch die Erfahrungen der verschiedenen Fakultäten vergleichend erfragt und in Form von gelungenen Umsetzungsbeispielen durch die AG Lehre nutzbar gemacht werden.

Prof. Dr. Joachim Kreuder
Sprecher der AG Lehre

AG Lehre

Sprecher:
Prof. Dr. Joachim Kreuder (Gießen)

Mitglieder:
Dr. Hans Martin Bosse (Düsseldorf)
Prof. Dr. Stephan Gehring (Mainz)
Prof. Dr. Norbert Graf (Homburg)
Prof. Dr. Martin Georg Häusler (Aachen)
PD Dr. Jürgen-Christoph von Kleist-Retzow (Köln)