Kommission für Leitlinien



Kommission für Leitlinien

Jahresbericht 2017

Im Berichtsjahr 2016/2017 fand am 16. September 2016 in Hamburg eine Herausgebersitzung unter Beteiligung der Leitlinienkommission der DGKJ und Mitarbeitern des Elsevier-Verlags statt. Im Rahmen von Telefonkonferenzen wurden im Frühjahr 2017 weitere Kapitel besprochen. Weiterhin traf sich die Kommission im Rahmen der DGKJ-Jahrestagung in Köln am 22. September 2017. 

Die Abonnentenzahl des Loseblattwerks lag im September 2017 bei 1232 und damit 58 unter der Vorjahreszahl. Während 2016 nur 21 neue Abonnenten für die Printversion gewonnen werden konnten, waren es 2017 bereits 85. Damit ist zwar ein weiterer leichter Rückgang des Interesses für ein Printabo zu registrieren; die gedruckte Version der Leitlinien ist aber für viele wichtig. Die Zahl der Online-Abonnenten liegt im Moment noch bei 85 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr mit 44 Abonnenten weniger erwartungsgemäß rückläufig, da die Leitlinien für alle DGKJ-Mitglieder kostenlos auf der DGKJ-Homepage unter www.dgkj.de/wissenschaft/leitlinien/ angeboten werden. 

Die 34. und 35. Nachlieferungen wurden im Juni und Dezember 2016 ausgeliefert, und die 36. Nachlieferung erschien im Juni 2017. Im Dezember 2017 wird eine weitere, die 37. Nachlieferung erscheinen. Sie ist mit 22 Beiträgen aus den Kapiteln B, E, K, L, P, T und W erfreulich umfangreich und reflektiert die hohe Bereitschaft der Konventgesellschaften, die pädiatrischen Leitlinien aktuell zu halten.   

Im Loseblattwerk sind derzeit insgesamt 265 (plus 8 zum Vorjahr) Leitlinien verfügbar, davon 157 S1-, 93 S2- und 15 S3-Leitlinien publiziert. Der Anteil an hochwertigen S2- und S3-Leitlinien ist damit weiter gestiegen (plus 12). Im Kapitel Kinderchirurgie finden sich 25 Beiträge (18 S1- und 7 S2- bzw. S2k-Leitlinien). 114 Leitlinien wurden wegen des Alterungsgrades aussortiert. Bei der insgesamt großen Zahl an Leitlinien ist es unumgänglich, kontinuierlich zu aktualisieren. Die Herausgeber sind über die Halbwertszeiten der aktuell publizierten Leitlinien informiert. Bei der AWMF geschieht die Aussortierung alter Leitlinien konsequent nach Ablauf der angegebenen Laufzeit, die in der Regel 5 Jahre beträgt. Im Loseblattwerk kann dies etwas individueller gehandhabt werden. Daher kann der tatsächliche Umfang pädiatrischer Leitlinien nur in Kombination der AWMF-Leitlinien und der Loseblattsammlung abgebildet werden.

Da alle Leitlinien der Loseblattsammlung über die Homepage der DGKJ für alle Mitglieder kostenfrei unter www.dgkj.de/wissenschaft/leitlinien/ abrufbar sind, haben über 15.000 Kinder- und Jugendärzte in Deutschland Zugang zu der raschen Informationsquelle.  

Auf der Homepage der DGKJ sind auch alle AWMF-Leitlinien mit einem Link abrufbar, bei denen die DGKJ federführend oder begleitend beteiligt war. Hochwertige Leitlinien werden von der DGKJ auf Antrag unverändert finanziell unterstützt. Der Antrag kann bei der Geschäftsstelle der DGKJ eingereicht werden. Das Zuwendungsverfahren ist etabliert und hat sich bewährt. Im Berichtsjahr wurden zwei S2k-Leitinien und zwei S3-Leitlinien mit einem Gesamtbetrag von 10.500 € unterstützt. 

Die Leitlinienerstellung ist sehr wichtig, und ich möchte an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich danken, die sich hier engagieren. Die DGKJ weiß dies sehr zu würdigen. 

  • Alle Leitlinienvorhaben mit Beteiligung der DGKJ oder einer Konventgesellschaft sollen darauf achten, dass die Leitlinienvorhaben bei der AWMF und der Geschäftsstelle der DGKJ angemeldet werden.

Zusammenfassend darf konstatiert werden, dass die Leitlinienaktivität der meisten Konventgesellschaften trotz der hohen klinischen Belastung der Kolleginnen und Kollegen erfreulich hoch und konsequent ist.

Das Online-Portal auf der DGKJ-Seite in Kooperation mit dem Elsevier-Verlag ermöglicht den schnellen und umfassenden Zugriff zu den Leitlinien der pädiatrischen Fachgebiete. 

Prof. Dr. S. Wirth

Vorsitzender der Kommission für Leitlinien 

Kommission für Leitlinien

Vorsitzender:
Prof. Dr. Tim Niehues (Krefeld)

Mitglieder:
Prof. Dr. Christof Bührer (Berlin)
Dr. Burkhard Lawrenz (Arnsberg)
Prof. Dr. Regina Trollmann (Erlangen)
Prof. Dr. Tobias Tenenbaum (Mannheim)
Prof. Dr. Martin Wabitsch (Ulm)
Prof. Dr. Stefan Wirth (Wuppertal)
Prof. Dr. Klaus-Peter Zimmer (Gießen)

Sachverständige:
Dr. Andreas Leutner
Dr. Ute Mendes