NRW-Modellprojekt Soziale Prävention



NRW-Modellprojekt Soziale Prävention

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin entwickelte unter Einbeziehung vieler anderer Akteure das Konzept „Soziale Prävention“. Daraus entstand das NRW-Modellprojekt „Soziale Prävention in der Kinder- und Jugendarztpraxis“, das vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Das Projekt erprobte ein Modell für ein systematisches Zugangsmanagement zwischen Arztpraxis und den Angeboten der Frühen Hilfen in Nordrhein-Westfalen. Ziel war es, ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von der sozioökonomischen Lage der Eltern und durch Stärkung der Elternkompetenz, zu unterstützen. In den pädiatrischen Praxen sollte in diesem Kontext die Früherkennung von psychosozialen Belastungen und negativen Einflüssen für die Kindergesundheit durch den Einbezug eines multi-professionellen Teams verbessert werden, um die Hürde für die Inanspruchnahme von frühzeitigen, passgenauen Unterstützungsleistungen bei Eltern und Kindern abzusenken.

An drei Modellstandorten in Nordrhein-Westfalen boten Mitarbeitende der Jugendhilfe hierzu regelmäßige Sprechzeiten in den Räumen der Kinder- und Jugendarztpraxis an, um Familien beraten zu können. Sie koordinierten für diese Familien Beratungsabläufe und kooperierten mit weiteren Netzwerkakteuren.

Evaluiert wurden - neben der Belastungssituation in den Familien - die Akzeptanz des niedrigschwelligen Angebots in den Praxen, die potentielle Entlastung der Pädiaterinnen und Pädiater und die Funktionsfähigkeit des Netzwerks, um die Tragfähigkeit des multiprofessionellen Ansatzes zu prüfen.

Der Bericht zum Projekt wird demnächst hier veröffentlicht.


Das Gesundheitsministerium NRW förderte das Modellprojekt der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin seit Oktober 2016.

Die Projektleitung hatte Dr. med. Karl-Josef Eßer inne. Das Institut für Soziale Arbeit e.V., Münster, übernahm als Kooperationspartner die Projektkoordination; die Forschungsgruppe Prävention im Kinder- und Jugendalter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf war für die Evaluation zuständig.

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

Dr. Karl-Josef Eßer
k.esser(at)dgkj.de
+49 30 3087779-17