Junge DGKJ



Junge DGKJ

Gut die Hälfte der knapp 18.000 Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist unter 45 Jahre alt. Diese Seite richtet sich insbesondere an die Kolleg*innen, die noch am Anfang ihrer beruflichen Tätigkeit stehen. Hier finden Sie Tipps und Hinweise für Ihren Arbeitsalltag, aber auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.


Die Arbeitsgemeinschaft

Die DGKJ hat viele verschiedene Kommissionen und Arbeitsgruppen und war eine der ersten Fachgesellschaften, die einen Vertreter für Junge Ärzte in den Vorstand berufen hat. In einer Arbeitsgruppe / Kommission sind Mitglieder, die sich für ein bestimmtes Thema als Spezialisten qualifiziert haben und sich in ehrenamtlicher Arbeit über eine „Wahlperiode“ von 3 Jahren für ein bestimmtes Thema engagieren. Seit September 2018 gibt es unter dem Dach der DGKJ nun auch eine Arbeitsgemeinschaft „Junge DGKJ“.

Die neu gegründete AG beschäftigt sich mit folgenden Themen: 

  • Aus- und Weiterbildung
  • Familie und Beruf
  • Vernetzung
  • Homepage, PR etc. 

Mittlerweile sind 6 Mitglieder fest in der AG, auch wenn noch viel mehr Leute tatkräftig mitarbeiten. 

Für die jeweiligen Themenbereiche sind Ansprechpartner benannt. Iris Eckhardt von der DGKJ und Jonas Obitz für den BVKJ sind von „Amts wegen“ offizielle Mitglieder der AG, weitere sind die in der Fachgesellschaft langjährig aktiven und vom DGKJ-Vorstand berufenen Nora Karara, Franziska Krampe, Lena de Maizière und Kristin Baumgart

Wir freuen uns auf eure Fragen und Ideen!

Eure Junge DGKJ


Junge DGKJ-EAP-Impfkampagne

Die Junge DGKJ unterstützt die Impfkampagne der European Academy of Paediatrics (EAP): Standardimpfungen nicht vergessen! 

Per Klick zum Download dieser Grafik
Bild: DGKJ/Karara


Überleben im Stationsalltag

Was brauchen und wünschen sich junge Ärzt*innen für eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig patienten- und ressourcenorientierte ärztliche Tätigkeit?

Für uns als Kinder- und Jugendärzt*innen stehen besonders der Umgang mit den Kindern und Jugendlichen sowie Elterninformation und -gespräche im Mittelpunkt. Außerdem sollte genug Zeit für Visiten und die Durchführung wichtiger diagnostischer Schritte wie Sonographie oder Lumbalpunktion sein. Wichtig sind uns auch Recherche und der Austausch mit (erfahreneren) Kolleg*innen.Das alles setzt genug Personal und gute Organisation voraus!

Schluss mit „Das haben wir schon immer so gemacht“!

Veraltete Strukturen erschweren den zügigen und reibungslosen Ablauf im Stationsalltag. Vor allem die Doppeldokumentation durch Hybridsysteme kostet wertvolle Zeit. Das heißt, es gibt neben der Papierakte, auch ein Krankenhausinformationssystem, das leider häufig auch noch Schnittstellenprobleme aufweist. Bei rein digitalen Akten gibt es z.B. keine vernünftigen Lösungen, dass Anordnungen sicher erledigt werden. Dies muss wiederum durch zeitaufwändige Kontrolltelefonate sichergestellt werden.

Es müssen endlich digitale Lösungen etabliert werden, welche auf Basis von tatsächlichen ärztlichen Bedürfnissen entwickelt wurden, anwenderfreundlich im hektischen Klinikalltag sind und nicht aus rein wirtschaftlichen Interessen verkauft werden!

Tätigkeiten, die primär keine ärztlichen Aufgaben sind, wie Untersuchungen anmelden, Befunde erfragen, freie Betten organisieren, kodieren, sollten in die Hände von einem kompetenten Stationssekretariat, Bettenmanagement oder speziell ausgebildeten Kodierfachkräften gegeben werden können. Durch entsprechende Diktierfunktion, Spracherkennung oder Schreibkräfte kann unsere Zeit beim Schreiben von Arztbriefen eingespart und in die unmittelbare Patientenversorgung investiert werden. Dies ist nicht nur aus personeller, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!

Darum ist die Kinder- und Jugendmedizin zeit- und personalintensiv. Im Vergleich zur Erwachsenenmedizin haben wir hohe Investitions- und Vorhaltekosten und eine sehr große Bandbreite an Subspezialitäten abzudecken. 500 DRGs in der Kinder- und Jugendmedizin stehen z.B. 200 DRGs in der Inneren Medizin bei einem Gastroenterologen gegenüber.

Für eine altersgerechte Patientenversorgung ist in Kinderkliniken die Betreuung durch qualifizierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende unabdingbar. Die Politik muss endlich dem Mangel an Pflegefachkräften wirkungsvoll begegnen und die Spezialisierung der Kinderkrankenpflege entsprechend fördern!

Wissen ist Macht

Gute Weiterbildung braucht ebenfalls Zeit und Personal! Flächendeckende Einarbeitungskonzepte sind notwendig, damit der Erwerb fachlicher Kompetenzen einfach, zügig und vor allem strukturiert gelingen kann. Geschäftsführende müssen verstehen, dass Kompetenz und Wissen gehalten, aber auch weitergegeben werden müssen, um langfristig eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Möglichkeit an internen z.B. 1 x wöchentlich im Rahmen der Mittagsbesprechung und externen Fortbildungsveranstaltungen z.B. im Rahmen von Kongressen teilnehmen zu können, sind nicht nur ein Zeichen von Wertschätzung, sondern ein essenzieller Teil der Weiterbildung. Wenn von Anfang an in Weiterbildungsassistent*innen investiert wird, stehen auch zukünftig fachlich versierte Fachärzt*innen zur Verfügung. Unbefristete Verträge sollten die Regel sein, nicht die Ausnahme!

Dann klappts auch mit der WORK-SMILE-Balance

Ziel eines jeden Chefarztes/einer jeden Chefärztin sollte sein, dass sich alle Ärzt*innen mit dem Team, aber auch der Klinik im Sinne einer Corporate Identity identifizieren können. Dies verbessert die Mitarbeiterzufriedenheit und damit auch das Engagement nachweislich. Die Personaldecke muss für kurzfristige Ausfälle (Krankheitsfall, Schwangerschaft, Elternzeit) 15-20% mehr Personal vorsehen. Fakt ist: Pädiatrie ist überwiegend weiblich. Als ärztliche Leitung bzw. als Geschäftsführung sollte man daher auf eine schwangere Kollegin vorbereitet sein!

Unsere Arbeit ist Teil unseres Lebens. Nur wenn es nicht mehr ums „Überleben“ geht, sondern Work-Life-Balance eine Ergänzung und keinen Gegensatz darstellt, dann werden wir glücklicher und erfüllter unsere ärztlichen Aufgaben bewältigen können.

Text: Junge DGKJ


Wissenschaft und Klinik unterstützen durch Informieren

Unterstützt die Surveys über PIMS, stationäre Coronafälle und Long-Covid-19!

Corona verläuft zum Glück bei Kindern und Jugendlichen eher milde. Aber was, wenn Patienten in Klinik und Sprechstunde auftauchen mit mittel- bis langfristigen Folgeerscheinungen einer akuten Infektion – häufig als Post-COVID-19 oder Long-COVID-19 bezeichnet? Was, wenn doch einmal eine stationäre Behandlung notwendig ist oder es einen schweren Verlauf nach einem positiven Test im Sinne eines Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS) gibt? Wie häufig kommt so etwas eigentlich vor und wie ist der klinische Verlauf?

Fest steht: Für gute klinische Versorgung braucht es Informationen! Noch fehlt es jedoch insbesondere bei Long-COVID in Deutschland an belastbaren Daten für dieses neue Krankheitsbild. Das wollen DGKJ und BVKJ gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie ändern: Unter der Schirmherrschaft der Universität Dresden wurden Surveys gestartet, um anonym Daten über PIMS, stationäre Coronafälle und nun auch Long-Covid-19 zu sammeln und so Verlauf und Folgen einer Infektion im Kindes- und Jugendalter besser zu verstehen.

Hier brauchen wir eure Unterstützung! Macht mit und meldet die Symptome, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer nachgewiesenen SARS-CoV-2 Infektion auftreten - anonym und sicher unter: dgpi.de/post-covid-19-survey/

Und wenn es doch mal einer stationären Behandlung aufgrund von Corona bei einem eurer Patienten bedarf? Bitte auch dies zu melden unter dgpi.de/covid-19-survey-der-dgpi/

Zur Erfassung des Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS) in Deutschland gibt es diesen Survey: dgpi.de/pims-survey-anleitung/

Teilt diese Informationen auch gerne mit euren Kolleg*innen in Praxis und Klinik - je mehr wir als behandelnde Ärzt*innen über die unterschiedlichen Krankheitsverläufe einer Covid-19-Infektion wissen, desto besser können wir helfen!

Eure Junge DGKJ


Appell der Jungen DGKJ

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft! Behandeln wir sie auch so!

21.01.2021. - Mit großer Sorge beobachten wir als Kinder- und Jugendärzt*innen und Mitglieder der Jungen DGKJ die aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklung in dieser besonderen Zeit. Dies nehmen wir zum Anlass, unsere Gedanken in Form eines Appells zum Ausdruck zu bringen.

Zum Aufruf



Umfrage "Weiterbildung 2019"

Die Aus- und Weiterbildung junger Ärzt*innen ist ein großes Thema, nicht nur unter den Weiterbildungsassistent*innen selbst. Sie rückt auch zunehmend in den Fokus der Politik. Aber was ist eigentlich gute Aus- und Weiterbildung? Und v.a. wie kann sie erreicht und gewährleistet werden? Wir wollten dies herausfinden und haben nachgefragt.

Mehr